Erfahrungsberichte zu Rückführungen

Erfahrungsbericht einer Rückführung von Anna K.

Wie weit reicht die Seele? Strahlend blauer Himmel, Wochenendgefühle, die Autobahn erstaunlich frei … Mein Bruder Holger und ich sind auf dem Weg zu einer Rückführung. Wohin die Reise gehen wird? Wir sind gespannt! Am Ziel erwartet uns ein schnuckeliger Altbau, gegenüber ein vor Grün strotzender Park…

Erfahrungsbericht einer Rückführung von Hubertus F.

Tja, da lag ich nun auf einer weichen, bequemen Unterlage, eingehüllt in eine helle Wolldecke wie bei einem gemütlichen Mittagsschläfchen, neben mir meine „Reiseleiterin“ in die Vergangenheit und fragte mich zum hundertsten Male, was in aller Welt mich hierher getrieben hatte…

Voltaire (1694 – 1778)

„Die Lehre von der Wiederverkörperung ist weder widersinnig noch nichtssagend. Zweimal geboren zu werden ist nicht wunderbarer als einmal. Auferstehung ist das Eins und Alles der Natur.“

„Er wanderte über Meere mit unbegreiflicher Leichtigkeit; wunderliche Tiere sah er; er lebte mit mannigfaltigen Menschen, bald im Kriege, in wildem Getümmel, in stillen Hütten … Alle Empfindungen stiegen bis zu einer nie gekannten Höhe in ihm. Er durchlebte ein unendlich buntes Leben, starb und kam wieder, liebte bis zur höchsten Leidenschaft und war dann wieder auf ewig von seiner Geliebten getrennt.“

Immanuel Kant (1724 – 1804)

„Sollte die unsterbliche Seele wohl in der ganzen Unendlichkeit ihrer künftigen Dauer, die das Grab selbst nicht unterbricht, sondern nur verändert, an diesen Punkt des Weltraumes, an unsere Erde, jederzeit geheftet bleiben? Sollte sie niemals von den übrigen Wundern der Schöpfung eines näheren Anschauens teilhaftig werden? Wer weiß, ist es ihr nicht zugedacht, daß sie dereinst jene entfernten Kugeln des Weltgebäudes und die Trefflichkeit ihrer Anstalten, die schon von weitem ihre Neugierde so reizen, von nahem soll kennenlernen? … Wer weiß, laufen nicht jene Trabanten um den Jupiter, um uns dereinst zu leuchten?“

Aus die „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ von 1755

Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781)

„Warum sollte ich nicht so oft wiederkommen, als ich neue Kenntnisse, neue Fertigkeiten zu erlangen geschickt bin? Bringe ich auf einmal so viel weg, daß es der Mühe wiederzukommen etwa nicht lohnet? … Die Erinnerung meiner vorigen Zustände würde mir nur einen schlechten Gebrauch des gegenwärtigen zu machen erlauben. Und was ich jetzt vergessen muß, habe ich denn das auf ewig vergessen?“

Aus „Die Erziehung des Menschengeschlechts“

Johann Wofgang von Goethe (1749 – 1832)

„Wenn einer 75 Jahre alt ist, kann er nicht fehlen, dass er mitunter an den Tod denke. Mich lässt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein Fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die selbst unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.“

„Ich bin gewiss, wie Sie mich hier sehen, schon tausendmal dagewesen und hoffe wohl noch tausendmal wiederzukommen.“

„Sag, was will das Schicksal uns bereiten? Sag, wie band es uns so rein genau? Ach, du warst in abgelebten Zeiten meine Schwester oder meine Frau. Kanntest jeden Zug in meinem Wesen, spähtest, wie die reinste Nerve klingt, konntest mich mit einem Blicke lesen, den so schwer ein sterblich Aug durchdringt… Und von allem dem schwebt ein Erinnern nur noch um das ungewisse Herz, fühlt die alte Wahrheit ewig gleich im Innern, und der neue Zustand wird ihm Schmerz.“

Friedrich Schiller (1759 – 1805)

„Waren unsre Wesen schon verflochten? War es darum, daß die Herzen pochten? Waren wir im Strahl erlosch’ner Sonnen, in den Tagen lang verrauschter Wonnen, schon in Eins zerronnen? Ja, wir waren’s Innig mir verbunden Warst Du in Äonen, die verschwunden; Meine Muse sah es auf der trüben Tafel der Vergangenheit geschrieben: Eins, mit deinem Lieben.“

Heinrich von Kleist (1777 – 1811)

„Es kann kein böser Geist sein, der an der Spitze der Welt steht; es ist ein bloß unbegriffener! Lächeln wir nicht auch, wenn die Kinder weinen? Denke nur, diese unendliche Fortdauer! Myriaden von Zeiträumen, jedweder ein Leben und für jedweden eine Erscheinung wie diese Welt! … Komm, laß uns etwas Gutes tun und dabei sterben! Einen, der Millionentode, die wir schon gestorben sind und noch sterben werden. Es ist, als ob wir aus einem Zimmer in das andere gehen.“

Richard Wagner (1813 – 1883)

„Nur die tiefsinnige Annahme der Seelenwanderung konnte mir den trostreichen Punkt zeigen, auf welchen endlich alles zur gleichen Höhe der Erlösung zusammenläuft, nachdem die verschiedenen Lebensläufe, welche in der Zeit getrennt nebeneinander laufen, außer der Zeit sich verständnisvoll berührt haben. Nach der schönen buddhistischen Annahme wird die fleckenlose Reinheit des Lohengrin einfach daraus erklärlich, daß er die Fortsetzung Parsifals – der die Reinheit sich erst erkämpfte – ist. Ebenso würde Elsa in ihrer Wiedergeburt bis zu Lohengrin heranreichen.“

Henry Ford (1863 – 1943)

Ich bin von der Reinkarnation überzeugt, seit ich 26 Jahre alt war. Was einige für eine besondere Gabe oder ein Talent zu halten scheinen, das ist nach meiner Ansicht die Frucht langer, in vielen Leben erworbener Erfahrung. Wir alle werden viele Male wiedergeboren, leben viele Leben, sammeln Erfahrungen und entwickeln uns weiter. Die scheinbar intuitive Gabe ist in Wirklichkeit das Produkt langer Erfahrung aus mehreren Reinkarnationen.

Benjamin Franklin (1706 – 1790)

Grabspruch des Erfinders des Blitzableiters: Hier ruht der Leib des Buchdruckers Benjamin Franklin als Speise für die Würmer, gleich dem Einband eines alten Buches, aus dem der Inhalt herausgenommen und seiner Aufschrift und Vergoldung beraubt ist. Aber das Werk selbst wird nicht verloren sein, sondern es wird wieder erscheinen in einer neueren, schöneren Ausgabe, durchgesehen und verbessert von dem Verfasser.

Werner Heisenberg (1901 – 1976)

Die moderne westliche Menschheit befindet sich auf einem Schiff, das aus so grossen Mengen von Eisen und Maschinen besteht, dass es die Nadel des Kompasses auf sich selbst ablenkt, so dass dieser den Weg nicht mehr weisen kann. In dieser Situation hilft es nicht, noch klügere Ingenieure auf die Kommandobrücke zu holen. Man muss sich nach den Menschen umsehen, die noch wissen, nach den Sternen zu navigieren.

Wie weit reicht die Seele?

Strahlend blauer Himmel, Wochenendgefühle, die Autobahn erstaunlich frei … Mein Bruder Holger und ich sind auf dem Weg zu einer Rückführung. Wohin die Reise gehen wird?  Wir sind gespannt!

Am Ziel erwartet uns ein schnuckeliger Altbau, gegenüber ein vor Grün strotzender Park: Domizil der Yogalehrerin und Spezialistin für Rückführungen. Ein herzlicher Empfang, gefolgt von einem Aufwärm-Gespräch, baut Vertrauen auf.

Wir wechseln in den Meditationsraum, der von sanftem Licht geflutet ist. Weich auf riesigen Kissen gebettet und die Beine im rechten Winkel hochgelegt, entspanne ich mich langsam – mein Bruder streckt sich drei Armlängen entfernt auf einer dicke Matte aus und spitzt die Ohren.

Die Sitzung beginnt …

Mit ruhiger Stimme führt meine Resiseleiterin mich Schritt für Schritt tiefer in die Entspannung – bis in die Alpha Phase. Die Geräusche von außen dringen nur noch gedämpft durch, mein Körper fühlt sich immer leichter an, bis der Geist zu schweben scheint. „Gehen Sie fünf Jahre zurück. Was sehen Sie?“

Sofort erscheinen quälende Bilder der letzten Tage unserer Mutter und gleichzeitig kommt der Gedanke hoch: „Damit fange ich nicht an – zu schlimm, auch nach fünf Jahren immer noch zu nahe dran, um hier und jetzt darüber zu sprechen …“ Die Selbstzensur funktioniert noch, und ich erzähle statt dessen von einer anderen Erinnerung … In 5-Jahres-Einheiten geht es immer weiter Richtung Kindheit.

Schöne und schlimme Erfahrungen wechseln einander ab. Meine Reisebegleiterin führt mich mit sanfter Stimme, lässt mir Zeit, hakt bei traurigen Geschichten ein, stützt mich, regt behutsam neue Sichtweisen an, die selbst üblen Erfahrungen neue, konstruktive Seiten abgewinnen. Ich fühle mich gut aufgehoben und die Zensurinstanz in meinem Kopf beginnt sich langsam zu verabschieden. 

Als wir den Nullpunkt erreichen, verschwindet sie gänzlich. Während ich mich noch einen winzigen Augenblick darüber wundere, wie ich Erinnerungen aus dem Mutterleib haben könnte, tauchen die ersten Gefühle auf: die Liebe einer noch sehr jungen Frau zu ihrem ungeborenen Kind, gleichzeitig Zweifel, Einsamkeit, Traurigkeit, Stress – doch die Mutterliebe ist stärker, ich spüre es genau. Und dann verlassen wir auch diese schützende Hülle … „Gehen Sie weiter zurück.

Wo sind Sie jetzt? Was sehen Sie?“ Erstmal gar nichts. Und dann scheint tatsächlich nur noch der Geist zu existieren, keine Grenzen mehr zu haben, die Atmosphäre wird dichter, fast als könnte man sie greifen und doch ist da nichts Fassbares.

Und dann scheint tatsächlich nur noch der Geist zu existieren, keine Grenzen mehr zu haben, die Atmosphäre wird dichter, fast als könnte man sie greifen und doch ist da nichts Fassbares.

Wir gehen noch weiter zurück … „Was sehen Sie jetzt? Lassen Sie sich Zeit …“ Zunächst ist da nur Dunkelheit, aber dann fühlt es sich an, als würde ich in einer fließenden Bewegung aus dem Seelen-Eldorado fort gezogen. Mein Kopf ist immer noch frei, fühlt sich an wie eine weiße Leinwand, die darauf wartet, bemalt zu werden.

Die Bilder kommen langsam, als müssten sie einen Widerstand überwinden. Ich lande mitten in einer lebendigen, mit Sonne gefluteten Szenerie: Eine Horde junger, lachender Krieger stürmt auf ihren Pferden über eine Steppenlandschaft mit angrenzenden Wäldern. Sie tragen luftige Kleidung aus Leder, sind mit Pfeil und Bogen bewaffnet auf der Jagd. Und einer von ihnen bin ich.

Woher ich das weiß? Keine Ahnung. Das Gefühl ist so intensiv, dass es keinen Zweifel zulässt. Um den nächst gelegenen Wald auszukundschaften, prescht einer der Gefährten voran, verschwindet im dunklen Grün und kommt nicht wieder. Es ist ein Freund von mir, und so verfolge ich wenig später seine Spur … Ein kurzer Ausflug.

Nach ein paar Metern unter dichten Baumkronen stürzt ein Maskierter mit Messer von oben herab und beweist Zielsicherheit. Ich muss nicht lange leiden – tatsächlich spüre ich weder Schmerz noch Trauer noch Angst, vielmehr scheine ich die Szenerie schon wieder von oben zu beobachten, als säße ich in einem Baumwipfel, und harre der Dinge, die da noch kommen.

Sie fragt nach ein paar Details und ob ich jemanden wiedererkenne? Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass der vermisste Freund mein Bruder gewesen ist … und dann machen wir uns wieder auf den Weg, weiter Richtung Vergangenheit … die Sitzung endet mit einem versöhnlichen Bild: fünf vergnügt spielende Kinder am idyllischen Ufer eines träge dahin fließenden Flusses, behütet von einer wachsamen Mutter von beachtlicher Körperfülle, die wie der Fels in der Brandung in unserer Nähe thront …

Auch nach der Sitzung nimmt sie sich Zeit, um noch mal über das Erlebte zu sprechen. Zum Schluss fragt sie mich: „Was nehmen Sie mit?“ Meine spontane Antwort gilt noch heute: weniger Angst vor dem Tod.

Als Holger und ich wieder im Auto sitzen, ist meine erste Frage trotzdem: „Bruderherz, auch wenn ich die Bilder vor der Geburt nicht kontrollieren konnte, ich weiß nicht – könnten ja auch symbolische Geschichten sein, die aus dem Unbewussten hochgestiegen sind.

Wie hast Du das denn empfunden?“ „Schwesterchen, mach Dir keine Sorgen. Was auch immer es war – das, was ich gehört und gesehen habe, hat mich total überzeugt. Nächstes Mal lasse ich mich zurückführen.“

Mit Dank für eine spannende Erfahrung, die ihre Spuren hinterlassen hat,

Anna Kastner

Erfahrungsbericht einer Rückführungvon Hubertus F.

Tja, da lag ich nun auf einer weichen, bequemen Unterlage, eingehüllt in eine helle Wolldecke wie bei einem gemütlichen Mittagsschläfchen, neben mir meine „Reiseleiterin“ in die Vergangenheit und fragte mich zum hundertsten Male, was in aller Welt mich hierher getrieben hatte und ob ich vielleicht ein bisschen gaga war.

Dazu kurz zu meiner Person: Ich bin männlichen Geschlechts, habe Betriebswirtschaft studiert und arbeite seit fast drei Jahrzehnten in einem großen Konzern mit Personalverantwortung. Also gar nicht so gaga! Alles hatte vor etwa zwei Wochen angefangen. Beim Surfen im Internet war ich auf einen Bericht über Rückführung gestoßen, eine Rückführung in ein früheres Leben. Reiner Zufall und doch auslösend für alles Weitere. Schon früher hatte ich im Fernsehen Berichte über Rückführungen gesehen, auf der einen Seite mit einer guten Portion Skepsis, auf der anderen Seite aber auch mit einer ebensolchen Portion Neugier.

Nun brachte mich dieser Bericht im Internet wieder auf dieses Thema. Ich surfte kurz entschlossen weiter und landete auf dieser Webseite. Die Seiten weckten meine Neugier. Die Adresse in der Nähe – ohne großen Aufwand mit dem Auto in kaum einer halben Stunde zu erreichen – führte erstmals zu der Überlegung, selbst eine Rückführung durchführen zu lassen. Ich surfte weiter, fand andere Rückführer, die ebenfalls in der Nähe liegen, doch letztendlich entschied ich mich für sie.

Der Griff zum Telefon erfolgte impulsiv ohne langes Überlegen. Jetzt oder nie. Die Reiseleiterin beantwortete meine Fragen zur Rückführung – u. a. mit der Versicherung, dass ich bei der gesamten Rückführung keinen Kontrollverlust befürchten müsste und letztendlich vereinbarten wir einen Termin für den übernächsten Samstag.

Andere Aufgaben drängten in den nächsten Tagen den Gedanken an die Rückführung in den Hintergrund, doch zwischenzeitlich fragte ich mich immer wieder mal, ob ich nicht doch einfach den Termin absagen sollte, weil das vielleicht schlichtweg alles Quatsch ist.

Noch kurz vor der Rückführung, vor der Tür des „Reisebüros“, das mich zurück in die Vergangenheit katapultieren sollte, fragte ich mich erneut, ob ich nicht wirklich eine Schraube locker hatte. Oder sogar mehrere. Schließlich stand ich knapp davor, mich bei einem wildfremden Menschen auf die Couch zu legen und mein Innerstes offen zu legen. Und das freiwillig. Aus purer Neugier, ob da vielleicht früher wirklich mal ein Leben war. Ich war nicht ängstlich, aber doch gehörig verunsichert.

Zwei Minuten später stand ich meiner „Reiseleiterin“ gegenüber und war augenblichlich erleichtert. Sie war keine – wie insgeheim befürchtet – tortengeschwängerte, räucherkerzenrauchumhüllte Esoteriktante, umringt von Glaskugeln, sondern eine zierliche, sympathische, attraktive Frau mit Kind und Kegel, ohne Hakennase und Buckel, die mit beiden Beinen fest im Leben steht, wie ich nach kurzem Gespräch feststellte.

Soweit, so gut. Nun lag ich also hier, unter einer Wolldecke, neben mir im Schneidersitz meine „Reiseleiterin“, die kurz eine Sprechprobe durchführte, da die ganze Rückführung auf CD aufgenommen wird, um dem Rückführenden auch Wochen oder Monate später nochmals die Möglichkeit zu geben, alles zu reflektieren.

Mit einem locker auf den Augen liegenden Tuch zur Verbesserung der Konzentration und Abschottung von Umgebungseinflüssen folgten kurze meditative Einstimmungsübungen mit Augenmerk auf den eigenen Körper und die Atmung.

Ich hegte Zweifel, ob es bei mir überhaupt klappen würde, hatte Schwierigkeiten innerlich ruhig zu werden, doch nach einer für mich gefühlten, endlosen Zeit (in Wirklichkeit nur drei Minuten, wie ich später erfuhr) tauchten nach der Einstiegssequenz die ersten Bilder in meinem Kopf auf. Räume zuerst, Gegenstände, ich selbst, Familienmitglieder, andere Personen, dann Strassen, weitere Gebäude, Lebensumstände, Teile von Namen und auch vollständige Namen.

Fast parallel zeigten sich zwei Leben, eines am Anfang des 20. Jahrhunderts um die Jahre 1900 bis 1905, ein Zweites etwa im 17./18. Jahrhundert. Meine Reiseleiterin führte mich behutsam durch die Zeit und Fragmente dieser Leben. Mit viel Feingefühl half sie mir über Klippen, wenn es nicht weiterging oder baute Brücken. Manches öffnet sich, manches blieb auch im Dunkeln.

Die ganze Zeit der Rückführung hielt sich eine hohe Spannung in meinem Körper, ich spürte die Muskeln in den Armen und Beinen, meine Hände wurden zwischenzeitlich für Minuten eiskalt, und meine Fingerkuppen drückten sich krampfhaft in die Unterlage. Ich war hochkonzentriert, oft dauerte es minutenlang bis neue Szenen, neue Bilder vor meinem inneren Auge auftauchten, doch ich blieb jeden Augenblick Herr über meine Sinne und in der Lage, jederzeit abzubrechen.

Nach einer Dauer von zwei Stunden (selbst gefühlt: eine Dreiviertelstunde) und einem anschließenden resümierenden Gespräch endete die Rückführung. Ähnlich wie nach einer langen Reise mit Eindrücken und Erfahrungen, die nicht sofort in der Gänze zu verarbeiten sind, sondern sich im Laufe der nächsten Wochen möglicherweise sogar weiterentwickeln.

Am nächsten Tag recherchierte ich im Internet, suchte nach Namen, die von mir während der Rückführung genannt wurden, speziell den Namen einer Bank, bei der ich in einem Leben gearbeitet hatte. Und siehe da, die Bank gibt es wirklich. Mal sehen, ob noch mehr herauskommt.

Mein Fazit: Eine Rückführung ist ein kleines Abenteuer – als buche man eine Reise mit unbekanntem Ziel. Wichtig dabei ist, den/die richtige Rückführerin auszuwählen, denn wie zuvor beschrieben, öffnet man sich einem wildfremden Menschen. Ich hatte das Glück, an die Richtige geraten zu sein und möchte im Nachhinein gesehen, diese Erfahrung nicht missen.

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